Wenn man innehält und darüber nachdenkt, fällt der Unterschied auf: Es gibt Dutzende Medikamente zur Behandlung männlicher Sexualprobleme – aber wenn es um weibliches Verlangen geht, verschwindet das Gespräch fast. Genau das bringt die Dokumentation The Pink Pill: Sex, Drugs & Who Has Control ans Licht. Der Film befasst sich mit der Geschichte von Addyi, einem der wenigen Medikamente, die zur Behandlung einer geringen Libido bei Frauen entwickelt wurden, auch bekannt als HSDD (Hypoactive Sexual Desire Disorder). Umso überraschender ist die Tatsache, wie häufig die Erkrankung tatsächlich vorkommt – schätzungsweise 13 bis 40 % der Frauen weltweit sind davon betroffen. Warum hat es also so lange gedauert, bis so etwas existierte? Jahrzehntelang wurde das sexuelle Verlangen von Frauen oft abgetan oder zu stark vereinfacht. Hilfesuchenden Frauen wurden Dinge wie „Entspannen Sie sich einfach“, „Planen Sie einen romantischen Abend“ oder „Versuchen Sie, in Stimmung zu kommen“ gesagt. Anstelle einer wissenschaftlichen Untersuchung erhielten sie allgemeine Ratschläge. Aber die Wissenschaft begann, eine andere Geschichte zu enthüllen. Untersuchungen zeigten messbare Unterschiede im Gehirn von Frauen mit geringem Verlangen, insbesondere in Bereichen, die mit sexueller Motivation verbunden sind, wie dem Hypothalamus. Mit anderen Worten, das geschah nicht „nur in ihren Köpfen“, sondern war biologisch. Dennoch war es alles andere als einfach, Addyi die Genehmigung zu verschaffen. Die Frau hinter diesem Vorhaben, Cindy Eckert, sprang ein, nachdem ein großes Pharmaunternehmen das Projekt aufgegeben hatte. Der Grund? Einfach ausgedrückt: Sie wollten sich nicht mit weiblicher Sexualität befassen. Was folgte, war ein langer und schwieriger Kampf. Selbst bei klinischen Studien mit mehr als 13.000 Frauen stieß das Medikament während des Zulassungsprozesses auf Widerstand, Skepsis und sogar veraltete Einstellungen. Manchmal schien es, als sei das größte Hindernis nicht die Wissenschaft, sondern das Unbehagen rund um das Thema selbst. Aber diese Geschichte geht über eine einzelne Droge hinaus. Es wirft ein viel größeres Problem auf: Warum wurde der sexuellen Gesundheit von Frauen in der Vergangenheit weniger Aufmerksamkeit, weniger Geld und weniger Anerkennung geschenkt? Und die Wahrheit ist: Dieses Problem besteht auch heute noch. Viele Frauen berichten weiterhin, dass ihre Bedenken hinsichtlich Verlangen und Intimität nicht ernst genommen werden. Es gibt eine lange Geschichte der Stigmatisierung, des Schweigens und des Missverständnisses rund um die weibliche Sexualität. Allerdings beginnen sich die Dinge langsam zu ändern. Es finden offenere Gespräche statt und sexuelles Wohlbefinden wird zunehmend als wesentlicher Bestandteil der allgemeinen Gesundheit und Lebensqualität anerkannt. Dennoch gibt es immer noch nur begrenzt zugängliche und allgemein akzeptierte Lösungen. Deshalb kann ein anderer Ansatz den entscheidenden Unterschied machen: Erkunden, Kommunizieren und Experimentieren. Während die sogenannte „rosa Pille“ immer noch nicht allgemein zugänglich ist, gibt es andere Möglichkeiten, die Verbindung wiederherzustellen, das Verlangen wiederzuentdecken und wieder Spannung in Ihre Beziehung zu bringen. Warum nicht auf unterhaltsame, leichte und druckfreie Weise beginnen? NaughtyApp kann eine großartige Möglichkeit sein, neue Ideen zu erkunden, Fantasien zu entdecken und mehr Schwung in Ihre Beziehung zu bringen – in Ihrem eigenen Tempo 😉